Grenzgänger in die Schweiz im Zeitraum der covid-19-Pandemie

Im Rahmen der Verständigungsvereinbarung mit der Schweiz wird Deutschland für den covid-Zeitraum zwischen zwei Alternativen wählen können:
Verbringt der Grenzgänger Arbeitszeit im Homeoffice in Deutschland, kann vereinbart werden, dass diese Arbeit im covid-Zeitraum fingiert an den Tätigkeitsort verlagert wird, an dem die Arbeit ohne covid phyisch ausgeübt worden wäre. Oder Deutschland lässt den covid-Zeitraum für die Beurteilung der Grenzgängereigenschaft aussen vor. Für beide Möglichkeiten bedeutet dies, dass der echte Grenzgänger ein echter Grenzgänger bleibt. Für den unechten Grenzgänger hat die Negation oder die Fiktion zur Konsequenz, dass bei einem entsprechenden Nachweis, dass der Grenzgänger sich in der Schweiz aufgehalten hätte, dass das Besteuerungsrecht – wie ohne covid-Pandemie – weiterhin der Schweiz zugewiesen wird. Würde die Arbeit des nichtleitend tätigen unechten Grenzgänger in Deutschland oder Drittstaaten ausgeübt, verbleibt dieses anteilige Besteuerungsrecht im Anässigkeitsstaat Deutschland. Der Grenzgänger wird somit – voraussichtlich, da die Vereinbarung noch nicht ergangen ist (heute ist der 04. Mai 2020) – nicht schlechter gestellt, als ohne covid-19-Pandemie.

Haftung wird keine übernommen, da dies eine spekulative Prognosse des Inhalts der Verständigungsvereinbarung DE-CH ist.

Grenzgaenger Deutschland Schweiz

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Dipl. Kfm. Gerold Miessl
Steuerberater und Fachberater für Internationales Steuerrecht Schwerpunkt: Grenzgänger Schweiz